Gedanken zum Umgang mit Flüchtlingen

In der Folge der entsetzlichen Gewalttat in Aschaffenburg schaffen es die Politiker der demokratischen Parteien nicht, die dadurch entfesselte Ausländerfeindlichkeit zu bremsen.

Mit dem Ruf nach verschärfter Abschiebepraxis wird der Kern des Problems verfehlt. Menschen, die zu uns fliehen, sind häufig durch schrecklichste Erlebnisse traumatisiert. Hier muss angesetzt werden und den Flüchtlingen besser geholfen werden, damit erst gar keine Straftaten begangen werden und die Flüchtlinge in unserer Gesellschaft integriert werden können. Die jungen Menschen, die es zu uns geschafft haben, können so unsere Gesellschaft hervorragend bereichern. Dazu benötigen wir mehr finanzielle Ressourcen und keine ausländerfeindliche Rhetorik, derer sich leider viele Vertreter auch der demokratischen Parteien bedienen. Die Rechtsextremisten und Neonazis lachen sich ins Fäustchen.

Enttäuschend agiert hier vor allem Friedrich Merz als Kanzlerkandidat der CDU/CSU, der die schreckliche Tat von Aschaffenburg für seine politische Karriere instrumentalisiert und mit emotionaler Wucht den Hass noch schürt statt zu deeskalieren. Die populistischen Forderungen suggerieren einfache Lösungen, die jeden Realitätsbezug verloren haben. Das ist weder christlich noch staatsmännisch. Durch die Gewalttaten und deren Instrumentalisierung über alle Medien hinweg werden reflexartig schnelle und harte Maßnahmen zur Bekämpfung gefordert. Diese bieten keine Lösungen sondern setzen eine Gewaltspirale in Gang.

Es gilt zu hoffen, dass bis zur Wahl möglichst viele der wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger diese Hintergründe erkennen und diejenigen unterstützen, die ohne Ausgrenzung und Fremdenhass eine integrative Politik anstreben.

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