Angriff der Wer-Igel

Mein Entschluss steht fest: Der nächste Film, den ich drehe heißt “ Angriff der Wer-Igel“. Die Vorstellung eines zähnefletschenden Igels mit Fledermausflügeln ist einfach zu verführerisch. Der Plot könnte so aussehen: In einem abgelegenen, früher unter militärischer Nutzung gesperrten Waldstück (Eifel), finden jugendliche Außenseiter ein merkwürdiges Ei. Dieses wird versehentlich ausgebrühtet und heraus windet sich eine teuflische Kreatur, die jeden in der Umgebung in Wer-Igel verwandelt. Natürlich waren es unaussprechliche Experimente, die das Militär in den 70er Jahren an unschuldigen Igeln durchführte. Dem Spuk ein Ende machen indische Mystiker, da die DNA der finsteren Kreatur von englischen Militärs aus Indien eingeführt wurde. 5 Schauspieler, ein paar hundert Euro und Gummifledérmausigel sollten reichen, um die goldenen Himbeere zu gewinnen.

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Steingärten

Die Verteufelung weckt bei mir gerne Widerspruch. Jetzt also das Thema Steingärten: Fragen wir uns zuerst einmal, wie groß der Beitrag von Vorgärten für die Umwelt oder gar das Weltklima ist: unerheblich. Die Ächtung der steinernen Vorgärten ist also reine Symbolpolitik.

Weiter hängt die Ablehnung der steinernen Vorgärten auch mit einer unangemessenen Überhöhung  von Natur in allen Belangen und Bereichen zusammen. Nur allzu gerne wird unliebsames Verhalten mit dem Totschlagargument “umweltfeindlich” abgekanzelt. Ein ehrliches “steinerne Vorgärten finde ich nicht so schön” würde ja auch nicht dazu führen, dass Kommunen bei neuen Wohngebieten hierzu detaillierte Einschränkungen vorgeben. Dann müssen schwerere  Kaliber aufgefahren werden, auch wenn die Aufrichtigkeit dabei auf der Strecke bleibt.

In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, dass die wichtigste Regel in der  Natur “Fressen und Gefressen werden” ist. Nicht majestätische Wale und putzige Kaninchen sind der Kern der Natur, sondern Gnadenlosigkeit und Egoismus. Demgegenüber findet in Steingärten die Kulturfähigkeit des Menschen seinen Ausdruck. Klare Gestaltung, Freude an Symmetrie und Struktur setzen hier ein Signal für das Menschsein. In diesem Jahr feiern wir das Jubiläum des BAUHAUS. Sehen wir also in den Steingärten Skulpturen, die die Strenge des BAUHAUS aufgreifen und eine Ausdrucksform für Kultur und Verstand bietet.

 

User Of The Day

Beim BOINC-Projekt zur Collatz Vermutung habe ich heute die Ehre, als User des Tages aufgeführt zu werden. Die BOINC-Projekte sind wissenschaftliche Langzeituntersuchungen, denen sich jeder dezentral mit Recheneinheiten auf dem privaten PC anschließen kann. Das populärste Projekt ist sicherlich das SETI-Projekt, bei dem das Weltall auf Radiowellen unnatürlichen Ursprungs durchforstet wird. Ein anderes Projekt beschäftigt sich z.B. mit der Faltung von Proteinen. Die Collatz-Vermutung ist ein mathematisches Problem.

Artikel zum Bierbrauen im Westfälischen Anzeiger

Nach meinem Leserbrief zum Reinheitsgebot von Bier im Westfälischen Anzeiger liess es sich Frau Pinger vom WA nicht nehmen, mich bei meinem neuesten Brautag zu begleiten. Heute erschien der ausführliche Artikel im Lokalteil des Westfälischen Anzeigers:

https://www.wa.de/lokales/boenen/guido-neumann-boenen-braut-sein-eigenes-bier-6440812.html

Ich finde, er ist sehr gelungen. Viel Spaß beim Lesen.

 

Leserbrief zum Reinheitsgebot von Bier

Hallo Ihr Lieben,

anlässlich der Euphorie zum Jubiläum des Reinheitsgebot von Bier habe ich einen Leserbrief an den Westfälischen Anzeiger geschrieben, der auch tatsächlich vollständig abgedruckt wurde. Den Text will ich Euch natürlich nicht vorenthalten:

Sehr geehrte Damen und Herren,

als Hobbybrauer muss ich doch ein paar Wermutströpfchen in die Euphorie zum Reinheitsgebot träufeln. Im bayrischen Reinheitsgebot steckte nicht nur guter Wille. Durch die Beschränkung von Hopfen als Zusatz wurde ein Monopol geschaffen, das, nicht ganz zufällig, durch die Felder in den bayrischen Fürstentümern bedient wurde. Die nördlich des Weisswurstäquators, auch bei uns im schönen Westfalen, sonst üblichen Kräuterbiere wurden vollständig verdrängt.

Mit der Reinheit ist das auch so seine Sache. Im industriellen Herstellungsprozess werden durchaus weitere Chemikalien eingesetzt, die nicht vollständig entfernt werden müssen. Diese stehen auf keiner Inhaltsliste.

Auch die Aussage von Herrn Eichele vom Deutschen Brauer-Bund, das Reinheitsgebot sei „einfach ein weltweit anerkanntes Qualitätsgut“ erlebe ich so nicht. Man macht sich eher lustig über die Engstirnigkeit der Deutschen. So nennt sich eine kleine Brauerei in den USA in Anlehnung an das Reinheitsgebot „Verboten“. Aus dem Internet ist mir ein Brauer bekannt, der sich in eine belgische Brauerei eingemietet hat, um dort eine kreative Biersorte zu brauen. Nach europäischen Gesetzen gebrautes Bier darf ja zollfrei eingeführt werden. Meine Empfehlung ist, die Bürger selbst entscheiden zu lassen, welches Bier sie trinken wollen und das Reinheitsgebot abzuschaffen.

Derweil kann jeder seiner Fantasie als Hobbybrauer nachgehen. Ich selbst habe neben einem Weihnachtsbier auch ein sehr leckeres Lorbeer-Bier gebraut. Es braucht nicht viel für den Anfang: Ein Einkochtopf, ein Gärbottich, etwas Zubehör und eine gute Anleitung.